Familie gemeinsam

Eltern und Kinder

Anna Felizitas

Anna Felizitas

Eltern und Kinder sehen die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven.

Dieser Beitrag soll dich anregen, einmal die Sichtweise deines Gegenübers einzunehmen. Warum die verschiedenen Standpunkte zu Streit, Wut, Enttäuschung oder auch zu Verständnis und Vertrauen führen können.

Nichts davon wird dir in der Schule vermittelt. Alles, was du über familiäre Strukturen weißt, weißt du durch deine eigene Familie, oder die Familie deiner Freunde. Durch Beobachtung und durch deine Erfahrung.

In dem Moment, wo du deine eigene Familie gründest, treffen die Beobachtungen und Erfahrungen von zwei, sich liebenden Menschen aufeinander. Jeder mit seiner eigenen Sichtweise. Das kann zu Missverständnissen und Streitpunkten führen.

Spielplatz des Lebens
Familie ist der Spielplatz des Lebens

Eltern

wollen 

  • Beschützen, erziehen, lebensfähig machen.
  • Auf das Leben vorbereiten. 
  • „Dass aus dem Kind mal was wird“. 
  • Nerven ihre Kinder mit Ge- und Verboten.
  • Wollen nur das Beste für ihr Kind.

Kinder

wollen 

  • Die Welt entdecken. 
  • Ihre Position innerhalb der Familie stärken.
  • Ihren Willen durchzusetzen.
  • Fühlen sich bis zum 7. Lebensjahr als „Nabel der Welt“.
  • Bringen ihre Eltern mit den Warum-Fragen an den Rand des Wahnsinns.
 
Zur Nervenstärkung

Anleitung für Geduldsfäden 

 

  • Nimm dir hier den für dich richtige Faden in deiner Lieblingsfarbe. 
  • Füge ihn in dein Nervenkostüm ein
  • Vertraue dem Karma – die Zeit arbeitet für dich!

Sichtweisen und Wünsche der Eltern mein Kind...

Du merkst hier sicher schon, dass dies alles tolle Wünsche für das Kind sind, diese jedoch auch immer Bedingungen an das Kind stellen. Diese Elternwünsche zu erfüllen, ist nicht einfach.

Hier liegt der Fokus ganz klar in den Bedürfnissen der Eltern. Deine Absichten sind ehrbar und doch steckt hier eine explosive Mischung aus Wunsch und Wirklichkeit.  Das kann durchaus zu unerwünschten Diskussionen und Missverständnissen führen. 

Was, wenn dein Kind sich anders entwickelt, als du es dir bei seiner Geburt vorgestellt hast? 

  • Dein Kind in der Schule nicht so leicht lernt wie du zum Beispiel, oder nicht so sportlich ist wie du? 
  • Hausaufgaben machen ist eh doof und wird nur maulig erledigt. 
  • Dein Kind ganz andere Interessen zeigt, als später in dein Unternehmen einzusteigen.
  • Du hast  dein Kind friedliebend erzogen. Doch plötzlich merkst du, dass es seine Angelegenheiten mit Gewalt regelt.

Sind dann Strafen, schimpfen, schreien oder aus lauter Enttäuschung eine innerliche Abwendung vom Kind die logische Konsequenz?

Mit diesen und ähnlichen Situationen wirst du im täglichen Leben konfrontiert.

Oft bleibt keine Zeit, sich zu überlegen, wie darauf zu reagieren ist.

In der Regel wirst du hier spontan und emotional reagieren. Das ist auch ok, solange du nicht die Nerven verlierst und zu körperlicher oder seelischer Gewalt greifst.

Brauchst du Unterstützung, dann buche deinen Impuls.

So finden wir gemeinsam die für dich die optimale Lösung.

Hier ein Beispiel:

Als Kind habe ich häufiger von meiner Mutter folgenden Satz gehört: 

„So wie du jetzt bist (in der Regel hatte ich dann etwas angestellt, was missfiel) kann ich dich nicht lieb haben!“

Sicher hat meine Mutter sich keine Gedanken über die Wirkung ihrer Worte gemacht und mich auch immer geliebt.

Doch dieser Satz hat sich so tief in mir eingenistet, und  viel Angst ausgelöst. Was, wenn ich nicht mehr geliebt werde?  Zwar immer noch ein kleiner Rebell, aber ich tat alles, um mir das Wohlwollen und die Liebe meiner Mutter zu sichern.

Dieses Beispiel soll dazu dienen, dir die Macht von Worten zu beschreiben. Worte sind oft Waffen, die unbewusst eingesetzt werden. Viele Worte werden anders gemeint als gesprochen und sind doch so nachhaltig, da das gesprochene Wort nicht zurückgenommen werden kann.

Auch wenn dieses Beispiel recht extrem scheint, so ist die gute Nachricht: Als Eltern machen wir alle Fehler. Unbewusst und nicht um unseren Kindern zu schaden!

Wie kannst du jetzt dafür sorgen, dass es dir und deinem Kind gut geht?  Sind Erziehungsfehler unvermeidbar?

Die Lösung dazu ist kein Geheimnis:

Immer offen miteinander reden.

Vor allem Vater und Mutter gemeinsam, in gegenseitiger Absprache. Kinder neigen in allen Altersklassen dazu, die Eltern gegeneinander auszuspielen, um so den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und den eigenen Vorteil zu erzielen.

Gegenseitig zuhören und vor allem Rückfragen stellen, ob der Gegenüber richtig verstanden wurde.

Hierzu möchte ich noch ein Zitat einfügen:
Ich bin verantwortlich, für das, was ich sage, ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst
(Autor unbekannt)

Lies im nächsten Beitrag:

Die Entwicklungsstufen der Kinder

Im nächsten Blogbeitrag gehe ich auf die verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes ein. 

Jede dieser Entwicklungsstufe stellt an uns Eltern eine neue, spannende Herausforderung.