Angst vor.. Angst bewältigen

Angst bewältigen

Anna Felizitas

Anna Felizitas

Angst ein Schutz zum Überleben

Umgang mit realer Angst

Stell dir vor, plötzlich steht der aus dem Zoo ausgebrochene Tiger vor dir. Zähnefletschend, brüllend, sprungbereit

Ich denke, deine Angst wäre grenzenlos!

Deine Körperaktivität ist auf Flucht ausgerichtet, dein Adrenalinspiegel steigt bis zum Anschlag und dein ganzer Körper zittert vor Aufregung. 

Angst ist eine Schutzfunktion unseres Körpers. Wir sind auf Überleben ausgerichtet. Angst lässt uns vorsichtig sein, eine Gefahr abschätzen und unser Verstand prüft, ob wir ein Risiko eingehen sollen oder besser nicht. 

Reale Ängste im Alltag

wie kann ihnen begegnet werden?

Nun begegnen wir nicht täglich einem entlaufenen Tiger. Dennoch gibt es sie: reale Ängste, die unserem Alltag bedrohlich machen. 

Da ist zum Beispiel die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder vor den nächsten Wetterkapriolen. Die Angst sich mit einer Krankheit zu infizieren oder die Angst, dass dem Kind auf dem Schulweg einen Unfall hat.

Wir haben schließlich im Radio, Fernsehen und auf den sozialen Medien davon gelesen, dass anderen so etwas passiert ist. 

Wie kannst du jetzt mit dieser Angst umgehen?

❓Ist die Angst real oder nur in deinem Kopf?

❓Ist es eine konstruierte Angst? Dann lies bitte hier  weiter. 

Schau genau hin:

📍Wie häufig ist es dir selber schon passiert?

📍Wie häufig warst du diesen Gefahren schon ausgesetzt?

📍Was genau hast du dann gemacht, wenn du es erlebt hast?

Strategien gegen Angst

Herantasten

Hast du vor etwas Angst, dass du siehst, fühlen, riechen oder schmecken kannst – taste dich langsam heran

Was meine ich damit: 

Ich hatte früher eine panische Angst vor Hunden. Zweimal wurde ich von fremden Hunden bedroht, einmal sogar auf Befehl des Halters. Mein Vertrauen war hin.

Hunde waren für mich lebensbedrohlich!

Dann kam meine Tochter, die Tiere über alles liebte. Besonders Hunde und Pferde. Auch unser Nachbar hatte einen Hund – groß und majestätisch – ein Schäferhund, der zu groß geraten war.  

Ich habe gelernt, meine Angst durch Atmen nach hinten zu stellen, denn ich wollte diese Angst nicht auf mein Kind übertragen

Ich habe mich, mithilfe des Nachbarn, langsam und vorsichtig herangetraut. Mit der Zeit wurde ich immer mutiger. Mittlerweile lebe ich seit 20 Jahren mit Schäferhunden und Malinois zusammen. 

Also gibt dir Zeit, taste dich langsam heran und ATME! 

 

Unterstützung holen

Angst kann auch durch negative Erfahrungen geschürt werden. 

Bedrohungen durch Mitschüler, Negierungen durch Mitmenschen, verbale und körperliche Verletzungen. 

Hier kannst du dir durch Vertrauenspersonen Unterstützung holen. 

Entweder aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis oder auch von amtlicher Stelle (hier ist das Hilfetelefon vom Bundesgesundheits-ministerium hinterlegt), Polizei, Sozialarbeiter, Psychotherapeuten, Schlichtungsstellen.

Diese Hilfen sind enorm wichtig, um eine gute Lebensqualität wieder zu erreichen. 

Denn es geht ganz klar um DICH und DEIN Leben. Dein Leben ist wertvoll und kostbar. 

Lass dich nicht ablehnen und versuche deine Ängste nicht auf deine Kinder zu übertragen. Ich weiß, dies ist nicht besonders leicht, aber es ist machbar. 

Das kann ich dir aus meinem eigenen Lebensweg mitgeben. 

Angst ist ein Gefühl...

nicht mehr und nicht weniger

Angst gehört in die Kategorie negativer Gefühle. Genau wie Neid, Wut, Ärger, Trauer und Ekel. 

Gerne vermeiden wir diese Gefühle, die jedoch wichtig sind und eine Warnfunktion für uns haben. 

Im Gegensatz dazu sind uns unsere positiven Gefühle willkommen. Wir mögen es geliebt zu werden, mutig zu sein, Freude zu empfinden und harmonisch und ausgeglichen zu leben. 

Bedenke jedoch, wer noch nie Angst hatte, kann auch den Mut nicht kennen.  

3 Tipps, wie du ...

Realer Angst begegnen kannst.

Die nachfolgenden Tipps kannst du entweder vor einem Spiegel in deinen eigene vier Wänden machen oder du gehst dazu in die Natur. 

Stell dir deine Angst genau vor. Benenne die Angst laut:

🗣️ Ich habe Angst, weil…

🗣️ Ich habe Angst vor…

Lass dich dabei gerne von einer Person deines Vertrauens begleiten.  

Tipp 1

Atmen

🫁 Atme tief in deinen Bauch ein und ganz langsam wieder aus.

 Dadurch beruhigst du dein zentrales Nervensystem.

Tipp 2

 Aufrichten

🧍stell dich ganz bewusst auf beide Füße und mach dich groß. 

👩‍🦰 Nimm den Kopf hoch.

👀 Mach die Augen auf.

Tipp 3

   Laut sein

😱 Schrei deine ganze Angst heraus

🥋 ähnlich wie es in den asiatischen Sportarten gelernt wird: SCHREI es so laut du kannst raus. 

Ein kleines Kopfkino für dich: 

Stell dir mal einen Löwen vor, der sein Revier verteidigt.

Dieser wird nie zaghaft, den Kopf hängen lassen und vorsichtig anfragen, ob der Gegner eventuell gehen kann und ihm sein Revier lässt. 

Er macht sich groß und brüllt. 

Verteidige deine Seele, die Angst hat, mit diesem Löwenmut. 

Gerne kannst du mich auch ansprechen und dir ein Impulsgespräch hierzu buchen. 

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