Schulstarrt

Schulstart in ein neues Schuljahr

Anna Felizitas

Anna Felizitas

Juhu, endlich bin ich in Schulkind

So tönt es jetzt in vielen Familien

Einige Bundesländer starten schon mit der Schule, andere sind kurz davor. 
 
Für unsere Erstklässler beginnt eine aufregende Zeit. Sie sind jetzt nicht mehr die “Großen” in der Kita, sondern die “Kleinen” in der Schule. 
 
Eine ganz neue Erfahrung kommt jetzt auf sie zu. 
 
Neue Kinder, eine Lehrerin/einen Lehrer. Die Eltern machen eine große Einschulungsparty für sie. Besonderes Augenmerk wird auf die Schultüte und den neuen Tornister gelegt. 
 
Dann kommt der große Tag und sie sind das erstmal Schüler/Schülerin – WOW, wie stolz die Kinder und Eltern sind.
 
𝐇𝐢𝐞𝐫𝐳𝐮 𝐦ö𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐞𝐫𝐳ä𝐡𝐥𝐞𝐧: 
 
 
Als meine Tochter als zweites Kind eingeschult wurde, war sie sehr aufgeregt. Obwohl sie schon viel vom großen Bruder gehört hatte, konnte sie vor lauter Aufregung den großen Tag kaum erwarten. 
 
Am zweiten Schultag wollte sie erst gar nicht aufstehen 😉. Als ich ihr sagte, sie möge sich bitte für die Schule fertig machen, kam folgende Antwort: 
 
Mami, da geht doch mein Bruder hin – ich war gestern schon da. Ich gehe doch in den Kindergarten. 
Hier habe ich sie dann aufgeklärt, dass auch sie jetzt täglich in die Schule gehen darf. 
 
Na ja, Begeisterung sah anders aus. 😂

Was brauchen Kinder...

...um die Lust am Lernen nicht zu verlieren?

Als Eltern können wir dafür mithelfen, dass Schule nicht zu einem Ort von Entmutigung, Verzweiflung und Ärger wird?
 
Schließlich feiern wir doch den ersten Tag mit einer großen Party und die Kinder freuen sich auf die Schule. Endlich lesen und schreiben lernen. Rechnen wie die Großen und jede Woche Sport.
 
Die erste Reaktion von Eltern, die ich dabei höre: „Die Lehrer sind schlecht. Schlecht organisiert. Schlecht ausgebildet und außerdem sehen sie mein Kind gar nicht!“
 
Doch stimmt das?
 
Denn wenn ich mir die Lehrer*innen anhöre, höre ich folgende Aussagen:
 
„Die Kinder heute sind schlecht erzogen, laut und aufsässig. Sie kennen alle ihre Rechte und keines kennt seine Pflichten.“
 
Es scheint ein Teufelskreis zu sein. Eltern gegen Lehrer*innen und dazwischen die Kinder.
 
Dabei wollen alle doch nur das Eine:
 
Dass es den Kindern gut geht, sie viel lernen und am Ende der Schullaufbahn einen guten Abschluss machen.

3 Tipps, wie ...

...wie die Schulzeit gelingen kann

Tipp 1

➡️ Schlechte Noten sind nicht der Ausdruck, dass dein Kind es nicht kann.

➡️Entweder wurde der Lehrstoff nicht verstanden oder vergessen zu lernen.

➡️Also nutzt Schimpfen nichts.

➡️Mache mit deinem Kind einen Plan zur Vorbereitung auf eine Arbeit.

Tipp 2

➡️ Hat dein Kind in einem Unterrichtsfach Schwierigkeiten, schau, warum dieses Fach deinem Kind Schwierigkeiten bereitet.

➡️Liegt es daran, dass es mit dem Lehrer*in nicht klarkommt?

➡️vielleicht ist an diesem Schulfach kein Interesse?

 

Tipp 1

➡️  Durch Übung wird man Meister! Dieser Rat zieht sich schon durch Generationen.

➡️ Üben sollte zeitlich begrenzt sein und dem Alter und der Aufmerksamkeit des Kindes angepasst werden. 

➡️Übrigens, Kinder, die gerne rechnen, denen fällt lesen und schreiben schwerer und umgekehrt.  

Manche Kinder brauchen einfach etwas länger, bevor sie in den Lernprozess einsteigen.
 
Zeig deinem Kind dein Verständnis und unterstütze es in seinem Tun.
 
Mit Geduld geht vieles leichter. Für dich und auch dein Kind. 
Fehler gehören zum Lernen dazu. Denn ohne Fehler kann niemand erkennen, wie es richtig geht. Feier mit deinem Kind seine Fehler und zeig ihm, dass Fehler und Misserfolge zum Leben dazu gehören.
 
Nichts ist schlimmer, als dass ein Kind mit Angst und Bauchschmerzen zur Schule geht.

Die Wurzel des Übels liegt beim Lehrer*in!?

➡️ Wende dich in diesem Fall zuerst an den Lehrer*in. Suche das Gespräch und berichte von den Schwierigkeiten des Kindes. Von seinen Ängsten, seinen Bedenken und seinen Stärken und Schwächen. Du kennst dein Kind genau. Der Lehrer/die Lehrerin jedoch nur aus der Schule. So kannst du hier eventuell schon eine Lösung finden.
➡️ Solltest du hier kein Gehör finden, kannst du dich auch an den Vertrauenslehrer*in wenden oder falls in der Schule vorhanden an die sozialpädagogische Lehrkraft. Ist das nicht auch nicht erfolgversprechend, bleibt dir der Gang zur Schulleitung offen.
 
➡️ In extremen Fällen kommt vielleicht auch ein Schulwechsel in Betracht.
 
In dem Artikel: „Welche Schule für mein Kind“ habe ich schon den einen oder anderen Tipp geschrieben. Schau hier gerne einmal nach.
 
Natürlich kannst du dich auch jederzeit an mich wenden und dir ein Impulsgespräch mit mir buchen. So kannst du und dein Kind mehr Gelassenheit im Alltag und neue Sichtweisen in vertrackten Situationen bekommen.