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Schulstart mit ADS/ADHS

Schulzeit mit ADS/ADHS

Anna Felizitas Krause

Anna Felizitas Krause

Der motivierte Schulstart mit ADS/ADHS

aus meiner Sicht als Mutter

Den Schulstart erlebten meine Kinder wie kleine Prinzen und Prinzessinnen.
Voller Stolz trugen sie ihre Schultüten zu ihrem ersten Schultag.
Ich war voller Erwartung, denn natürlich fand ich meine Kinder super schlau und sehr motiviert 😄.
 
Doch schnell kam die Ernüchterung. Sowohl bei mir als auch bei den Kindern.
Mein Sohn war ein großer Träumer, den vieles interessierte, nur nicht, was im Unterricht durchgenommen wurde.
Meine Tochter hatte für sich entschieden, ein Pausenclown und Rebellin in der Schule zu sein.
 
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass beide Kinder einen sehr hohen IQ hatten, aber bedingt durch die Störung ADS und ADHS sowie einer massiven Lese-Rechtschreib-Schwäche gehandikapt waren.
 
Wöchentliche Anrufe durch die Klassenlehrerin der Tochter waren an der Tagesordnung. Ihre Aufforderung an mich:
„Sagen sie doch ihrer Tochter, dass sie nicht während des Unterrichtes herumlaufen kann.“
„Sie stört den Unterricht durch ungebührliches Verhalten – ändern Sie das bitte.“
„Ihre Tochter/ihr Sohn macht keine Hausaufgaben.“
 
Ich war recht verzweifelt🤷‍♀️ , denn wie soll ich ein Verhalten ändern, wenn ich nicht anwesend war. Die Lehrerin sah sich dazu nicht imstande.
 
Gut, Lehrermangel und große Klassen sind sicher eine Herausforderung für Lehrer und Lehrerinnen. Was sollen Eltern jedoch tun, wenn Absprachen zwischen Lehrer und Eltern nicht eingehalten werden? Ich hatte zum Beispiel ein Heft angelegt, in dem mir die Lehrerin die Schulaufgaben mitteilen sollte. Nur so hätte ich eine Chance, diese auch zu kontrollieren.
 
Ich betete jeden Tag: Möge die Schulzeit doch schnell vorbeigehen 🙍‍♀️.
 
Erst in der 6. und 8. Klasse bekamen wir dann die Diagnose ADS (Sohn) und ADHS (Tochter). Natürlich waren nun alle Fördermaßnahmen zu spät.

Es hat sich schon viel getan

Schon beim Schulstart achten Lehrer heutzutage auf Auffälligkeiten der Kinder

Benehmen sich Kinder heute auffällig, dann wird das Kind aufmerksam beobachtet. Schnell werden Kinder dann in die Schublade von ADS/ADHS gesteckt. 
Doch Achtung: nicht jedes lebhafte Kind ist hyperaktiv.
Nur ein Test beim Kinderarzt kann die Diagnose bestätigen.
 
Heute blicke ich auf eine spannende und gleichzeitig anstrengende Zeit zurück. Wie kann es jedoch für alle besser sein?
 
Sicher ist, dass ADS und ADHS heute viel früher erkannt wird und es gute Programme gibt, die die Kinder unterstützen.
Die Eltern heute sind aufgeklärter, und Lehrer*innen sich viel Mühe geben. Die Diagnose sollte jedoch niemals als Entschuldigung für Fehlverhalten hergenommen werden.
 
Eine liebevolle, konsequente Erziehung kommt hier Kindern und Schule zugute.
 
Ein guter Ratgeber ist hier das *Das ADS Buch : 
Neue Konzentrationshilfen für Zappelphilippe und Träumer: Das Optimind®-Konzept.
Du findest das Buch und weitere hilfreiche Bücher auf meiner Seite Bücher für dich.

5 Tipps vom Schulstart in eine gelassene Schulzeit

Zukunftsmusik 🎶

Damit der Schulstart in eine gelassene Schulzeit führt 

Eltern sind nicht Macht- und Hilflos.

Jeder von uns kann hier Verantwortung übernehmen, damit wir in eine gute Zukunft für exzellent ausgebildete Schüler gehen. Unser gemeinsames Ziel sollte sein, dass unsere Kinder nicht zu angepassten Bürokraten, sondern zu selbst denkenden und selbstbewussten Menschen werden. 

Mein größter Wunsch für eine reibungslose Schulzeit richtet sich jedoch an die Bundesländer.

Eine Reform der Lehrpläne und ein deutschlandweites Ausstatten von Schulen und Kindern mit entsprechender Technik (Laptop und Internet) sind in der heutigen Zeit unabdingbar.

Hier sind die Elternvertreter der Schulen auch länderübergreifend aufgerufen, diese Missstände immer wieder zu thematisieren und eine zeitgemäße Schulzeit einzufordern. 

3 Tipps, wie du ...

... und dein Kind eine entspannte Schulzeit haben

Tipp 1

➡️ Schlechte Noten zeigen nicht unbedingt auch schlechte Schüler.

➡️ Nachhilfe nur zielorientiert und nicht zu lange einsetzen.

➡️ Mit dem Lehrer und Schüler im Gespräch bleiben.

➡️ Scheu dich nicht davor, Hilfe von außen holen.

Tipp 2

➡️ Unterstütze die Kreativität deines Kindes auch beim Lernen.

➡️ nicht jedes lebhafte Kind hat ADHS!

➡️ Retalin nur mäßig nach gesicherter Diagnose einsetzen.

➡️ Reizüberflutungen vermeiden.

Tipp 3

➡️ Nach der Schule erstmal Pause!

➡️ Feste Zeiten für die Schularbeiten ansetzten.

➡️ auch lernen will gelernt sein. 

➡️ Hilfestellung nur bei Bedarf. 

Schau dir auch gerne folgende Beiträge an: 

▶️Starke Eltern – starke Kinder

▶️Die Entwicklungsphasen deines Kindes

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