Eltern sein in Krisenzeiten

Eltern sein, in Krisenzeiten: Herausforderungen und Chancen

Anna Felizitas

Anna Felizitas

Es ist kein Geheimnis, dass wir in turbulenten Zeiten leben.

Die Welt um uns herum scheint sich ständig zu verändern, – sei es durch globale Krisen, politische Unsicherheit oder gesellschaftliche Umbrüche.

Als ich darüber nachdenke, wie es ist, in solchen Zeiten Eltern zu sein, wird mir bewusst, dass diese Reise ihre eigenen, einzigartigen Höhen und Tiefen hat. In diesem Artikel möchte ich mit euch über einige Gedanken sprechen, die mir in Bezug auf das Elternsein in Krisenzeiten gekommen sind.

Ja, es gibt Herausforderungen, aber es gibt auch unbestreitbare Gründe, warum es sich lohnt, Eltern zu werden – sogar in einer Welt, die manchmal chaotisch erscheinen mag.

Die aktuellen Krisen: Eine Welt im Wandel

Umgang mit globalen Krisen

Wir leben in einer Zeit, in der globale Miseren wie die Klimaveränderung, Pandemien und politische Spannungen unsere Nachrichten dominieren.

Diese Krisen können Ängste und Sorgen hervorrufen, besonders wenn man darüber nachdenkt, Kinder in einer unsicheren Welt großzuziehen.

Es ist verständlich, besorgt zu sein, aber lasst uns nicht vergessen, dass die Menschheit schon immer mit Herausforderungen konfrontiert war und dennoch Wege gefunden hat, voranzukommen.

Denken wir nur an die Pest im Mittelalter oder an die Spanische Grippe in den 1920ger Jahren. Die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert und niemand hätte infrage gestellt, eine Familie zu gründen.

Die Auswirkungen auf die Familie

Krisenzeiten können auch den Alltag der Familie beeinflussen.

Finanzielle Unsicherheit, Arbeitsplatzverluste und die Notwendigkeit von Fernlernen können den Stress erhöhen.

Es kann schwierig sein, die Balance zwischen Arbeit, Familie und Selbstfürsorge zu finden. Doch genau in solchen Zeiten wird die Stärke der Familie deutlich.

Gemeinsam können wir Wege finden, uns zu unterstützen und uns als Einheit zu stärken. Die Familie bildet den Kraftort, um gut durch eine Krise zu kommen.

Hier ist eine offene Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern die Grundvoraussetzung, um eine persönliche Krise zu meistern.

Warum es sich lohnt, Eltern zu werden

Eine Chance, Werte weiterzugeben

Trotz all der Unsicherheit bietet das Elternsein die wunderbare Möglichkeit, Werte und Weisheit an die nächste Generation weiterzugeben.

In einer Welt, die oft von oberflächlichen Dingen abgelenkt wird, können wir unseren Kindern wichtige Skills in Empathie, Mitgefühl und Verantwortung beibringen. Indem wir ihnen zeigen, wie man mit Herausforderungen umgeht, bereiten wir sie darauf vor, starke und widerstandsfähige Erwachsene zu werden.

Die Freude an kleinen Momenten

Krisenzeiten erinnern uns daran, wie wichtig es ist, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen.

Als Eltern lernen wir, Begeisterung in alltäglichen Momenten zu finden, – – sei es beim Spielen im Park, beim Vorlesen, einer Gute-Nacht-Geschichte oder beim gemeinsamen Kochen.

Diese einfachen Freuden sind es, die unser Herz erwärmen und uns die Kraft geben, jede Krise zu überstehen.

Mitzuerleben, wie aus einem hilflosen kleinen Baby eine starke, selbst denkende Persönlichkeit wird – unbezahlbar!

Gemeinschaft und Zusammenhalt

In Krisenzeiten wird der Wert von Gemeinschaft und Zusammenhalt besonders deutlich. Als Eltern können wir unseren Kindern beibringen, wie wichtig es ist, einander zu unterstützen und füreinander da zu sein.

Wir können ihnen zeigen, wie man durch Solidarität und Zusammenarbeit positive Veränderungen bewirken kann – sei es in der eigenen Familie, der Nachbarschaft oder sogar auf globaler Ebene.

Was im kleinen Kreis der Familie gelernt wird, kann im großen Kreis der Gesellschaft wirken. 

3 Tipps fĂĽr das Elternsein in Krisenzeiten

1. Offene Kommunikation

Offene Kommunikation ist der SchlĂĽssel. Sprecht mit euren Kindern ĂĽber das, was in der Welt passiert, in einer altersgerechten Weise.

Beantwortet ihre Fragen und hört auf ihre Bedenken. Gemeinsam könnt ihr Wege finden, mit Unsicherheiten umzugehen.

2. SelbstfĂĽrsorge nicht vergessen

Denkt daran, auch auf euch selbst aufzupassen. SelbstfĂĽrsorge ist keine Selbstsucht, sondern eine Notwendigkeit.

Wenn ihr eure eigenen Batterien aufladet, könnt ihr besser für eure Familie da sein. Nur wenn es dir als Mutter oder Vater gut geht, kann es auch deiner Familie gut gehen. 

3. Gemeinsame Aktivitäten

Nutzt die Zeit zusammen als Familie, um positive Erinnerungen zu schaffen.

Gemeinsame Aktivitäten können helfen, Stress abzubauen und die Bindung zu stärken. Ob Spieleabende, Spaziergänge in der Natur oder kreative Projekte – solche Momente werden euch näherbringen.

Kinder erinnern sich nicht an die Schwierigkeiten ihrer Kindheit, sondern an die schönen, fröhlichen Momente. 

Meine Schlussgedanken: Mutig vorangehen

In einer Welt voller Unsicherheiten und Veränderungen mag die Idee, Eltern zu werden, einschüchternd erscheinen.

Doch lasst euch nicht von den Ängsten überwältigen.

Jede Generation hat ihre eigenen Herausforderungen gemeistert, und wir können das heute auch.

Das Elternsein bietet die Gelegenheit, die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten, Werte weiterzugeben und Freude in den kleinen Dingen zu finden.

Gemeinsam können wir unseren Kindern beibringen, mutig voranzugehen und die Welt positiv zu beeinflussen – selbst in Krisenzeiten.

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