Nachhaltig leben in und mit der Familie. Eine Familie entsorgt nachhaltig ihren Müll in einem Müllbehälter in ihrem Wohnzimmer.

Nachhaltig leben in und mit der Familie

Anna Felizitas

Anna Felizitas

Nachhaltig Leben mit und in der Familie ist ein lohnendes Ziel für deine Kinder. Vor kurzem prägte eine Kollegin einen Begriff, der mich zu diesem Artikel inspiriert hat.

“ Lasst uns den Planeten Enkelfähig machen!”

Hierbei war der Fokus auf die Vermeidung von Müll und wie es einfach in dein Leben eingeplant werden kann.

Was gehört zum nachhaltigen Leben?

Müll vermeiden!

Schon beim Einkaufen von Lebensmitteln können wir darauf achten, weniger Müll mit einzukaufen.

Waren ohne Umverpackung klappt ganz gut bei Obst und Gemüse. Süßigkeiten und Artikel für Kinder haben häufig viele Umverpackungen. Dies können wir vermeiden, wenn wir weniger Süßigkeiten einkaufen. Die Zähne deiner Kinder werden es dir danken.

Ein selbst gebackener Kuchen oder Keks sind hier viel sinnvoller. Zum einen genau wissen, was drin ist und zum anderen kann die Zuckermenge deutlich geringer halten.

Sicher fallen dir noch ganz viele weitere Dinge im alltäglichen Leben ein, wo wir auf Verpackungen verzichten können.

Möchtest du mal ausprobieren Vegan oder Vegetarische Rezepte in deine Familie zu integrieren, kann ich dir diese Seite sehr ans Herz legen. Hier findest du viele Rezepte und Informationen zum Veganen Leben. 

Es fängt schon beim Baby an:

Weniger ist mehr!

Wusstest du, dass Einmalwindeln eine Verrottungszeit von 500 Jahren haben! Als mir das bewusst wurde, habe ich mich um Alternativen umgesehen. Die guten alten Stoffwindeln sind heute moderner als zu Zeiten unserer Großeltern. Eine Wickelmethode, die wie bei den Einmalwindeln jedoch aus Stoffwindeln besteht. Ich habe mit Sandy von „Stoffwindelzauber“ ein Interview dazu aufgenommen. Schau dir gerne das Video dazu an: 

Babys wühlen noch nicht im Dreck und machen sich auch sonst größtenteils im Gesicht und Händen (besonders gerne beim Füttern) schmutzig. Auch der Po kann mit einem Waschlappen gesäubert werden statt mit Feuchttüchern. Diese Maßnahmen sparen nicht nur bares Geld, sondern sind nachhaltig und umweltfreundlich. So hat dein Baby eine Zukunft. Der Clou dabei ist: Dein Kind wird seltener wund und ist früher trocken als andere Kinder.

Kaufen um des Kaufenwillens ist in unserem Leben gesellschaftsfähig geworden.

Frei nach dem Motto: Mein Haus, mein Auto, mein Boot.

Schauen wir in die Zimmer unserer Jüngsten, da häufen sich Spielzeuge, die schon lange nicht mehr bespielt werden oder vielleicht sogar kaputt sind. Unsere Kleiderschränke quillen über, da die Mode gefühlt wöchentlich wechselt und wir up to date sein wollen.

Das gleiche gilt beim Blick ins Badezimmer: Hamsterkäufe, damit uns weder Seife noch Shampoo oder WC-Papier ausgehen. 

Wie wäre es mit einer familiären: “Was kann weg”-Challenge? Du glaubst gar nicht, wie befreiend es sein kann, sich von Dingen zu trennen, die wir nicht mehr brauchen.

Fällt es dir schwer, dich von Dingen zu trennen, hilft dir sicher die 4-Kisten-Methode: 

Die 4 Kisten Methode ist eine nachhaltige Möglichkeit für Familien, ihr Leben zu organisieren und zu vereinfachen. Durch die Anwendung der 4 Kisten Meth

Jeder kann mitmachen und spart noch dabei

Was braucht ein Kind wirklich?

In erster Linie braucht dein Kind dich! Deine Liebe, deine wertschätzenden Worte, ein Zuhause und zu essen.

Damit sind die Grundbedürfnisse des Kindes gestillt, alles was jetzt on Top kommt ist zusätzlich und in der Regel Konsum. 

Du musst nicht auf alles verzichten, nur um zu sparen und Müll zu vermeiden. Schaue ich heute in die Kinderzimmer, sind diese in der Regel sehr überfrachtet, sodass deine Kinder einer enormen Reizüberflutung ausgesetzt sind. 

Und dann wundern wir uns, dass unsere Kinder überaktiv, unausgeglichen und laut sind. Denn nicht nur die ständige Berieselung durch die Medien, sondern auch die viel zu vollen Spielzimmer lassen unsere Kinder “orientierungslos” werden

Hast du schon mal über die Nachhaltigkeit von Spielzeugen nachgedacht? Viele Spielsachen sind heute aus Plastik, haben Batterien oder müssen per Ladekabel durch Strom geladen werden. 

Wie wäre es, wenn du das Spielzeug deiner Kinder demnächst secondhand kaufst und auch die nicht gebrauchten Spiele deiner Kinder auf den entsprechenden Plattformen wieder anbietest. So können wir jede Menge Müll vermeiden. Eine weitere Möglichkeit ist, Spielzeuge aus nachhaltigen Rohstoffen wie zum Beispiel Holz zu kaufen. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Es hält viel länger!

Natürlich bringen Großeltern und Verwandte gerne Spielzeuge oder Süssigkeiten für die Kleinen als Geschenke mit. Hier kannst du mit ihnen darüber sprechen und Alternativen anbieten. Zum Beispiel statt der Tafel Schokolade das Lieblingsobst deines Kindes. 

Wir haben es dann so gelöst, dass unsere Kinder immer nur die aktuell interessanten und bespielten Sachen im Zimmer hatten. Der Rest war gut verpackt im Keller. Dieses wurde dann mit dem aktuellen ausgetauscht sobald dies Langeweile verursachte. Der schöne Nebeneffekt: Die Zimmer waren viel schneller aufgeräumt!

Was braucht ein Baby?

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit habe ich eine Checkliste erstellt, was ein Baby am Anfang braucht. Diese kannst du hier anfordern.

Bedenke bitte, dass alles Elektronische im Kinderzimmer auch Strahlungen verursacht. Jedes Blink-Blink zu Schlafstörungen und Unruhe beim Kind beiträgt.  Leise klassische Musik ist jedoch ratsam. 

Auszug aus der Ärzte-Zeitung: Die Lichtrevolution hat jedoch einen Nachteil: Die LED emittieren in der Regel viel Blaulicht, das senkt die Melatoninspiegel und hält das Gehirn wach. Am späten Abend ist dieser Effekt eher unerwünscht.d

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Wie bringe ich meiner Familie bei, den Müll zu trennen?

Sicherlich kennst du auch diesen verzweifelten Versuch, deinen Lieben die Mülltrennung nahe zu bringen.

Ich ärgere mich zum Beispiel immer, wenn ich im Restmüll Plastik oder Papier finde. Zumal die Restmüllgebühren enorm gestiegen sind und sich dann in der Nebenkostenabrechnung wiederfinden.

Ich habe mich also folgendem Trick bedient: 

Auf das Müllcenter in der Küche habe ich ein Poster geklebt, auf dem die Piktogramme zu den einzelnen Behältern stehen. Ein solches Poster kannst du bei deinem Wertstoffhof oder Müllentsorger bekommen. In der Regel kann das kostenfrei heruntergeladen werden. 

Zum anderen habe ich die Behälter farblich gekennzeichnet, so ist es auch für die Jüngsten einfach, den richtigen Behälter zu finden. 

Diese Vorhaben sind schon ein paar Jahre her. 

Ich denke jedoch, was vor 20 Jahren funktioniert hat, kann auch heute noch gut klappen. Da bin ich auf deinen Kommentar gespannt, wie du es in deiner Familie machst. 

Auf jeden Fall konnten wir durch diese Maßnahmen unseren teuren Restmüll sehr minimieren. 

Weniger ist mehr und macht glücklich

Hast du schonmal das Glücksgefühl erlebt, wenn du deinen Kleiderschrank ausgemistet hast und du Platz und Luft in den Schränken hattest? Oder deinen Keller/Dachboden entrümpeln konntest. 

Mehr Luft zum Leben ist ein tolles Gefühl. Außerdem kannst du, wenn du die noch gut erhaltenen Sachen verkaufst, ganz nebenbei die Haushaltskasse füllen. 

Im Sommer mit den aussortierten Dingen einen Trödelmarkt zu besuchen, macht riesig Spaß. Ganz nebenbei kommen tolle Gespräche zustande und es gibt Menschen, die deine aussortierten Dinge brauchen. So ist “recyclen” für alle eine Win-Win-Geschichte. 

Aussteigen aus dem Konsumzwang hin zu einem verantwortlichen Umgang mit Gebrauchsgütern ist für viele von uns noch befremdlich. Viel zu lange haben wir der bunt-schillernden Werbung von Konsum und “haben-wollen” geglaubt. Die Mentalität von “Mein Haus- Mein Auto – Mein Boot” hat uns in eine Spirale von einem Hamsterrad gebracht. Daraus resultieren viele Burnouts, psychische und seelische Erkrankungen und auch die Hibbeligkeit unserer Kinder. 

Es ist Zeit hier auszusteigen. Zum Wohl unserer Kinder und Familien. Denn im Kleinen fangen wir an, Großes zu bewirken.

Weil wir es unseren Kindern und Enkeln schuldig sind!

In der Familie beginnen

Mal Hand aufs Herz, wie genau bist du mit deiner Mülltrennung, in deinem Kaufverhalten und dem Umgang mit den normalen Dingen im Leben?

Unsere Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn wir als Eltern also sorg- und kopflos auf dem Handy daddeln, ständig uns vom Radio und Fernsehen berieseln lassen, dann werden unsere Kinder dies auch tun. Denn was Mama und Papa machen ist richtig!

Das Gleiche gilt für die alltäglichen Handlungen im Leben. Wie wir unser Essen gestalten, ob durch Fertigprodukte oder frisch gekocht. Ob es die neueste Mode sein muss oder im Drogeriemarkt noch schnell ein neuer Lippenstift oder Make-up in den Einkaufskorb wandert. All diese kleinen Handlungen saugen unsere Kinder bewusst und unbewusst auf. 

Gehst du hier verantwortungsbewusst vor, lernt dein Kind von dir auf spielerische Weise. 

Wollen wir also in der Welt etwas ändern, dann ist es an der Zeit, in der Familie zu beginnen. Der ständige Ruf danach, was der Industrie, Politik oder in den Kommunen passiert, frei nach dem Motto, erst wenn dort etwas geändert wird, ändere ich auch etwas, ist falsch. 

Die Handlung des Einzelnen hat immer Einfluss auf die Handlung der Anderen. Vergleichbar mit dem Stein, den du ins Wasser wirfst und der immer größere Kreise auf dem Wasser zeichnet. 

Nachhaltigkeit unterwegs in Beruf und Schule

Statt To-Go lieber eine To-Stay Mentalität

Morgens hastig einen Kaffee-to-go auf dem Weg ins Büro, dem Kind Geld in die Hand gedrückt, damit es sich an der Ecke beim Bäcker noch schnell ein belegtes Brötchen kaufen kann und ab geht es in den stressigen Alltag. Natürlich mit dem Auto und dem Kind auf dem Kindersitz, damit du es noch rechtzeitig bei der Schule/Kita abliefern kannst. Wusstest du übrigens, dass die meisten Kinder morgens auf dem Schulweg im Auto verunglücken?

Hier sitzt du in deinem Büro am Schreibtisch und fährst den Rechner hoch, um mit einem produktiven Arbeitstag zu beginnen. Hier läuft der Drucker heiß und der Papierkorb füllt sich im Laufe eines Arbeitstages. 

So oder ähnlich läuft in vielen Familien der tägliche Alltag ab. 

Wie kannst du hier nachhaltig sein, ohne dass es dein Leben völlig auf den Kopf stellt?

Hier ein paar Anregungen: 

  1. Pausensnacks können am Abend vorbereitet in entsprechenden Behältern im Kühlschrank für den Morgen bereitgestellt werden. 
  2. Im Büro und im Home Office wird die Digitalisierung immer häufiger vorangetrieben. Statt Dokumente auszudrucken und in sperrigen Ordnern in Aktenschränken zu verstauen, eine kluge Ordnerstruktur auf dem Rechner einzurichten. Hier kann ich dir Claudia Kauscheder vom Abenteuer Home Office  wärmsten empfehlen. 
  3. Prüfe die Wege zur Arbeit und Kita/Schule, ob diese mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß/mit dem Rad möglich sind. Gerade für Kinder ist ein gemeinsamer Schulweg mit Freunden eine Bereicherung. Hier können sie ihre wichtigen Freundegespräche führen und der Rhythmus beim Laufen ist wichtig, um dein Kind in einen eigenen Rhythmus zu bringen. 
  4. Bei langen Arbeitswegen bieten sich eventuell auch Fahrgemeinschaften an. Diese schonen den Geldbeutel und die Umwelt freut sich.

Bewusster Umgang mit unserem Leben

Jede/r der sich Gedanken macht, wie wir mit unserer Umwelt bewusster umgehen können, trägt dazu bei, dass unser Planet enkelfähig wird. Gerade heute sind wir alle dazu aufgerufen, unseren Teil dazu beizutragen. 

Plane vielleicht ein Gemeinschaftsprojekt mit den Nachbarn oder Freunden. Kaufe in Zukunft bei den Geschäften in deiner Stadt/Gemeinde ein, um hier die Wirtschaft deiner Gemeinde/Stadt zu stärken statt im Internet zu bestellen. Hier kannst du auch wieder Menschen treffen, die du vielleicht schon lange nicht mehr gesehen und gesprochen hast. Dies fördert die Gemeinschaft und wirkt der Vereinsamung in den Städten und Gemeinden entgegen. 

Fazit

Jeder von uns, ob groß oder klein, kann in seinem Umfeld dafür sorgen, dass weniger Müll produziert wird. Ein sorgfältiger Umgang mit den alltäglichen Dingen ist wichtig, um unseren Planeten enkelfähig zu machen. Was wir im Kleinen tun, hat Auswirkungen im Großen. Mehr Bewusstsein, was der Einzelne schon machen kann, wird uns helfen, der Klimakrise entgegenzuwirken. 

Wenn wir alle in unseren kleinen Familien beginnen etwas zu verändern, dann werden auch “die da oben” etwas ändern. Es ist ein gutes Gefühl zu sagen: Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, dass die Welt ein bisschen “enkelfähiger” wird. Wir alle sind verantwortlich und können unseren Umgang mit dieser Welt nicht nur den Politikern und der Industrie überlassen. Gemeinsam zu einer Umwelt, in der sich auch noch unsere Kinder und Enkel wohlfühlen können. 

Brauchst du Unterstützung, dann nutze gerne ein Impulsgespräch und lass uns gemeinsam eine nachhaltige Lösung für dich und deine Familie finden.

Interessante Links

Hier findest du weitere Inspiration und Information

Fragen zur Mülltrennung

Was heißt nachhaltig Leben?

Beim Verbrauch von Rohstoffen und anderen Schätzen der Erde nimmt man Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen. Man wird dann nicht mehr verbrauchen, als auch nachwachsen kann. Beim Naturschutz und in der Umweltpolitik spricht man oft von Nachhaltigkeit.

Warum ist Mülltrennung wichtig?

Werden mehr Verpackungen gesammelt und recycelt, bleibt weniger Müll übrig, der in der Müllverbrennung beseitigt werden muss.  Ohne korrekte Mülltrennung wäre das Recycling von Verpackungsabfällen nicht möglich.

Mit der richtigen Mülltrennung tragen Verbraucher*innen aktiv dazu bei, Treibhausgase einzusparen und damit das Klima zu schützen. 

Was gehört zum nachhaltigen Leben?

Ein bewusster Umgang mit den Dingen des alltäglichen Lebens. Dazu hören sowohl das Einkaufsverhalten von Lebensmitteln als auch der Verzicht auf unnötiges Konsumverhalten. 

Nachhaltig leben bedeutet, das eigene Leben so zu gestalten, dass es nicht zulasten der Natur und damit verbunden der Tiere und nächsten Generationen an Menschen geschieht.

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