Eine Frau verkörpert Geduld im Familienalltag, während sie mit ihren Kindern im Hintergrund vor einem Laptop sitzt.

Geduld im Familienalltag

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Anna Felizitas

Geduld im Familienalltag

Die geduldige Ungeduld ist schon morgens aktiv.

Da glaubst du morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung. Doch dann geht’s schon los:
 
„Wo sind denn meine Socken?“
„Liebling, hast du den Müll hinausgestellt?“
„Jaaaaha, mache ich sofort!“
„Kannst du mal eben……“
„OH, MAN, ist das soo schwer, das Geschirr in statt auf den Geschirrspüler zu stellen?!“
 
Solche und viele andere Sätze dieser Art sind unsere tägliche Sprache und führen zu körperlichen Stress, Unzufriedenheit und Missstimmungen. Der alltägliche Ärger ist vorprogrammiert und deine Laune sinkt schon morgens auf den Tiefpunkt. Hier wird unsere Geduld täglich im Familienalltag einer Zerreißprobe unterzogen. 
 
Klar, das weiß doch jeder – wirst du dir jetzt beim Lesen denken. Was hat das mit Ungeduld, Familie, Haushalt und mit mir zu tun? Ist doch normal, macht doch jede/jeder. Ist eben Alltag.

Woher kommt nur meine Ungeduld?

Verhaltensweisen lernen wir im Elternhaus

Genau darum geht’s hier. Im Beruf und Schule hast du doch schon genug Stress. Hier geht es darum, wie kann der Stress Zuhause gemindert werden und was braucht es dazu. Wie kannst du in deinen Familienalltag die hohe Kunst der Geduld integrieren?
 
Dabei fällt mir gerade der Kalauer ein: Wenn dir dein Mann sagt er macht das gleich, dann brauchst du ihn nicht alle 6 Monate daran zu erinnern 😉.
Wieso lassen wir uns so schnell aus der Fassung bringen? Wie und wo beginnt Stress, Ungeduld und Unzufriedenheit?
 
In der Regel bei uns selber.
 
Wir setzten uns Ziele, die nicht zu uns passen. Vergleichen uns zu viel mit anderen und sind der Meinung bei Müller, Meier, Schmitz läuft alles rund. Ja, die haben es geschafft, da läuft alles richtig.
Bist du in einer Familie groß geworden in der alles Ruck zuck und schnell schnell gehen musste, hast du nicht gelernt geduldig zu sein. Dieses erlernte Verhalten fällt dir dann in deiner eigenen Familie vor die Füße.
Sei dir sicher, in jeder Familie gibt es Situationen, in denen weder die Eltern noch die Kinder geduldig sind. Jede Familie hat ihr eigenes Familienspiel. Innerhalb der Familie weiß jeder, wie er den anderen so richtig anpiksen kann. Da reicht oft schon ein Blick oder eine Mimik und wir sind auf 180.
 
Ändern kannst du diese Gefühle nicht wirklich, aber du kannst lernen sie anders wahrzunehmen und ruhiger und gelassener darauf reagieren.

Deine Geduld im Familienalltag

in einer Zeit von Schnelllebigkeit, Oberflächlichkeit und Unruhen

Wir leben in einer Zeit voller Termine und Aufgaben. Werden von Medien umspült und wollen alles gleichzeitig erledigen. Frauen sind eben Multitasking, und Männer können nicht kochen ;-). Unser Schubladendenken stresst zusätzlich. Erkennst du dich etwas wieder?
 
Kommt dir dann die glorreiche Idee Aufgaben an deinen Partner oder die Kinder zu delegieren, passiert es, dass diese Aufgaben ganz anders erledigt werden, als wenn du es selber tust.
 
Resultat: Du nörgelst, kritisiert und bist mit dem Ergebnis unzufrieden. Schnell sind wir dann bereit zurückzurudern und zu denken: Dann mache ich es besser selber, wenn ich sowieso alles nachbessern muss. Und schon bleibt wieder alles an dir hängen und die Familie hat ihren „lauen Lenz“.
So kannst du aus diesem Teufelskreis herauszukommen:
Sind die von dir übertragenen Aufgaben nicht so erledigt worden wie gewünscht, dann atme erstmal tief durch.
Schau dir das Ergebnis nach kurzem Durchatmen nochmal an und überlege, ob es nicht doch gut ist – wenn auch ANDERS.
Bei erledigten Aufgaben, die völlig daneben gegangen sind: Zeig deinem Partner oder deinem Kind wie du es gerne hättest. Oder noch besser, beziehe deine Familie sofort in dein Tun ein. Gemeinsam aufgefaltete Wäsche, hat den Vorteil ins Gespräch zu kommen und du kannst sofort zeigen wie du es wünscht. Genauso bei allen anderen Aufgaben, die du vergeben möchtest. Lies hierzu auch den Artikel über Ordnung im Kinderzimmer.
Sei dir sicher, in jeder Familie gibt es Situationen, in denen weder die Eltern noch die Kinder geduldig sind. Jede Familie hat ihr eigenes Familienspiel. Innerhalb der Familie weiß jeder, wie er den anderen so richtig anpiksen kann. Da reicht oft schon ein Blick oder eine Mimik und wir sind auf 180.
 
Ändern kannst du diese Gefühle nicht wirklich, aber du kannst lernen sie anders wahrzunehmen und ruhiger und gelassener darauf reagieren.

Statt Vorwürfe und Schelte

lieber vormachen und handeln.

Wichtig hierbei ist jedoch nicht in Vorwürfe, Schuldzuweisungen oder ins Ärgernis zu gehen. -Atme tief durch – und erkläre, wie diese Aufgabe besser gemacht werden könnte.

Sehr oft höre ich in meinen Gesprächen:
Mein Mann hilft nie im Haushalt. Er ist der Mann, er braucht das nicht! (In Zeiten von Gleichberechtigung und Gendern 🫣)
 
Ich höre aber auch folgende Sätze:
Oje, stell dir vor, da hat mein Mann einmal die Wäsche gewaschen und schon haben wir alles in Rosa.
Beim Nachfragen, ob diese Tätigkeit schon mal gemacht wurde, wird oft verneint. Wie soll also jemand, der noch nie Wäsche sortiert und gewaschen hat, diese doch komplexe Arbeit ohne Fehler erledigen?
 
Behalte die Ruhe und siehe Fehler als Helfer für die Zukunft. Ein zweites Mal wird es nicht passieren.
Es sollte jedoch nicht darin enden, dass du es wieder übernimmst.

2 Beispiele aus dem Alltag meiner Kunden

1. Staub wischen

Du bittest deinen Partner/dein Kind Staub zu wischen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit wird diese Aufgabe in Angriff genommen und sorgfältig um alle Gegenstände herumgewischt.
Du bist damit natürlich nicht zufrieden, denn du hast in deinem Elternhaus gelernt, dass alle Gegenstände abgeräumt, dann feucht abgewischt und anschließend trocken nachgeputzt werden. Dann erst wird die Fläche abgestaubt und alles wieder dekorativ wieder an seinen Platz gestellt.
 
Dies alles weiß dein Partner vielleicht nicht. Daher hat er natürlich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und ist völlig perplex, wenn du nicht zufrieden bist.
Die Lösung hierbei: Entweder vorher besprechen, wie Staub gewischt wird, oder hinterher ohne Vorwürfe diesen Vorgang zeigen und auch erklären, warum du es so machst. So wird dieser Auftrag beim nächsten Mal sicher zu deiner Zufriedenheit erledigt.

2. Wäsche waschen

Sehr oft höre ich in meinen Gesprächen: Mein Mann hilft nie im Haushalt. Er ist der Mann, er braucht das nicht. Hat er auch nicht gelernt. ( das in Zeiten von Gleichberechtigung und Gendern🫣).
 
Ich höre aber auch folgende Sätze:
Oje, stell dir vor, da hat mein Mann einmal die Wäsche gewaschen und schon haben wir alles in Rosa.
Beim Nachfragen, ob diese Tätigkeit schon mal gemacht wurde, wird oft verneint.
 
Wie soll also jemand, der noch nie Wäsche sortiert und gewaschen hat, diese doch komplexe Arbeit ohne Fehler erledigen?
Behalte die Ruhe und siehe Fehler als Helfer für die Zukunft.
Ein zweites Mal wird es nicht passieren.
Es sollte jedoch nicht darin enden, dass du es wieder übernimmst.

Geduld und Gelassenheit

macht eine Familie zum unschlagbaren Team.

Hast du bisher alle häuslichen und erzieherischen Aufgaben in der Hauptsache übernommen, so ist es ein Prozess, die Familie mit einzubeziehen. Gerade in der heutigen Zeit von Gendern und Gleichberechtigung sollte dieses auch innerhalb einer Familie gelebt werden.
So lernen schon die jüngsten der Familie, was es bedeutete, im Team zu arbeiten.
 
Der große Vorteil dabei ist, dass in Zeiten wo du als Mutter krank bist, oder gar ins Krankenhaus musst deine Familie gut alleine zurecht kommt. Damit hast du schon eine große Sorge weniger. 
Ein ganz exzellentes Tool um gemeinsam die häuslichen Aufgaben zu erledigen ist das Familien-Meeting.
 
Hier werden dann an einem festgelegten Tag zu einem festgelegten Termin alle Familienmitglieder versammelt, um die nächste Woche zu planen und die Aufgaben zu verteilen. 
Dies geschieht gemeinsam und nicht im Monolog von Mama!
 
Wie das genau abläuft, erkläre ich dir gerne in meinem neuen Programm. 
 
Trag dich schon heute in Warteliste ein. Schon in den ersten Monaten 2023 wird dazu eine Test-Version starten. 
Hier kannst du als Frühstarter/in mit Bonus deine ersten Erfahrungen sammeln. Gemeinsam werden wir an dem neuen Programm feilen und du bist im neuen Jahr vor ungeduldigen, stressigen Situationen bewahrt. 
 
Gemeinsam erklären wir deine Familie zur stressfreien Zone – bist du dabei?
Schau mal selber, wo dein Geduldsfaden dünn ist und überprüfe deine Gedanken dazu. Wer ist genervt? Du oder deine Mutter? Partner und Kinder würden viel öfter im Haushalt helfen, wenn sie nicht anschließend von uns negiert würden oder wir zu ungeduldig werden.
Hier ist das Zauberwort:
Lass, doch mal fünf Gerade sein 😉 und freu dich über Unterstützung, auch wenn diese nicht perfekt ist.

3 Tipps, wie du ...

mit Geduld deine Familie zu deinem Team machst

Tipp 1

➡️ Aufgaben klar absprechen

➡️ Genau sagen was was gemacht werden soll und wie

 

Tipp 2

➡️Jeder kann seine Aufgabe selber wählen

➡️ So kann jedes Familienmitglied seiner Lieblingsaufgabe nachgehen

 

Tipp 3

➡️ Aufgaben schriftlich festhalten

➡️ Post-it’s in verschiedenen Farben unterstützen hier

mehr dazu demnächst in meinem neuen Programm

Familien-Meeting

Eine sehr interessante Studie zu: 

Kinder, Haushalt, Pflege –
wer kümmert sich?
Findest du in diesem Dossier zur gesellschaftlichen Dimension einer privaten Frage

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